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Nutzungsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese AGB regeln die Nutzung von CargoLite durch Kunden und gewerbliche Transportdienstleister. CargoLite vermittelt – der eigentliche Transportvertrag entsteht zwischen Kunde und Dienstleister.

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Das Wichtigste vorab

CargoLite ist weder Frachtführer noch Umzugsunternehmen und führt Transporte nicht selbst aus. CargoLite darf aber zum Schutz der Plattform Konten und Inhalte prüfen, Zahlungen über einen lizenzierten Zahlungsdienstleister pausieren lassen und Nutzer bei begründetem Verdacht einschränken.

1. Anbieter, Geltung und Begriffe

Betreiber der Plattform ist Ismail Azdouffal, handelnd unter CargoLite, Kantstraße 2, 63477 Maintal, Deutschland („CargoLite“). Diese AGB gelten für registrierte Kunden und Dienstleister. Dienstleister dürfen CargoLite ausschließlich im Rahmen einer selbstständigen, gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit nutzen.

„Kunde“ ist die Person oder das Unternehmen, die bzw. das einen Transport sucht. „Dienstleister“ ist das rechtlich selbstständige Unternehmen, das den Transport anbietet und ausführt. „Transportvertrag“ ist der Vertrag zwischen Kunde und Dienstleister. „Plattformvertrag“ ist der Vertrag eines Nutzers mit CargoLite über die Nutzung der Plattform.

2. Rolle von CargoLite

CargoLite stellt technische Funktionen bereit, insbesondere Registrierung, Profile, Auftragserstellung, Anbietervergleich, Blitzaufträge, Nachrichten, Statusinformationen, Bewertungen und – soweit aktiviert – Zahlungsabwicklung über einen externen Zahlungsdienstleister.

Der Transportvertrag kommt ausschließlich zwischen Kunde und ausgewähltem Dienstleister zustande, sobald ein Angebot angenommen oder eine Sofortbuchung bestätigt wird. CargoLite wird nicht Partei dieses Transportvertrags und schuldet weder Transport, Verpackung, Be- oder Entladung, Montage, Versicherung des Transportguts noch die Zahlung des Transportpreises.

CargoLite garantiert weder, dass ein Auftrag vermittelt wird, noch die Verfügbarkeit, Eignung, Rechtmäßigkeit, Qualität oder pünktliche Ausführung einer angebotenen Leistung. Eine Dokumentenprüfung ist eine Plausibilitäts- und Identitätsprüfung zum Prüfzeitpunkt, keine Garantie für die spätere Leistung.

3. Registrierung und Nutzerkonto

Nutzer müssen volljährig und geschäftsfähig sein. Angaben müssen richtig, vollständig und aktuell sein. Pro Person beziehungsweise Unternehmen ist nur ein Konto je Rolle zulässig, sofern CargoLite keine weitere Nutzung erlaubt. Zugangsdaten dürfen nicht unbefugt weitergegeben werden.

Dienstleister müssen insbesondere ihre rechtliche Identität, Geschäftsanschrift, Gewerbeberechtigung, Fahrerlaubnis, Fahrzeugzulassung und einen ausreichenden Versicherungsschutz nachweisen. CargoLite darf Nachweise erneut anfordern, überprüfen und die Freischaltung bis zur Klärung beschränken.

4. Aufträge, Angebote und Vertragsschluss

Ein veröffentlichter Blitzauftrag ist grundsätzlich eine unverbindliche Aufforderung an Dienstleister, Angebote abzugeben. Ein Dienstleisterangebot muss den tatsächlich verlangten Gesamtpreis einschließlich anwendbarer Steuern und vorhersehbarer Nebenkosten erkennen lassen. Bei als „voraussichtlich“ oder „manuelle Prüfung“ gekennzeichneten Preisen kommt der Vertrag erst nach ausdrücklicher Bestätigung des endgültigen Angebots zustande.

Kunden müssen Transportgut, Maße, Gewicht, Zugänglichkeit, Etagen, Hilfebedarf, Abhol- und Zielort sowie besondere Gefahren oder Anforderungen richtig beschreiben. Dienstleister prüfen eigenverantwortlich, ob Fahrzeug, Personal, Genehmigungen und Versicherungen für den Auftrag ausreichen.

Nach Vertragsschluss sind Änderungen, Stornierungen, Mängel, Schäden, Verspätungen, Nachforderungen und Rückzahlungen grundsätzlich direkt zwischen Kunde und Dienstleister zu klären. CargoLite kann die Kommunikation und Beweissicherung unterstützen, entscheidet aber nicht verbindlich über zivilrechtliche Ansprüche.

5. Preise, Provision und Zahlungsabwicklung

Dienstleister legen ihre Preisparameter selbst fest. Automatisch berechnete Preise beruhen auf den Auftragsangaben des Kunden und den Regeln des Dienstleisters. Der Dienstleister bleibt für Preisangaben, Steuern, Rechnungen und gesetzliche Pflichtinformationen verantwortlich.

Bei erfolgreicher Vermittlung berechnet CargoLite dem Dienstleister grundsätzlich eine Vermittlungsprovision von 5 Prozent des über CargoLite gebuchten Transportpreises, sofern vor der Buchung kein anderer Satz angezeigt wird. Die konkrete Provision wird vor einer kostenpflichtigen Handlung transparent ausgewiesen.

Soweit eine Plattformzahlung angeboten wird, wird sie von einem zugelassenen Zahlungsdienstleister verarbeitet. CargoLite verwahrt keine Kundengelder auf einem eigenen Zahlungskonto. CargoLite darf den Zahlungsdienstleister anweisen, eine Auszahlung vorübergehend nicht freizugeben, wenn die Zahlung nicht abgeschlossen ist, ein Streitfall gemeldet wurde, ein Betrugs- oder Sicherheitsverdacht besteht, gesetzliche Pflichten dies verlangen oder belastbare Hinweise auf eine nicht vertragsgemäße Leistung vorliegen.

Eine Auszahlungspause ist keine Entscheidung darüber, wer materiell-rechtlich im Recht ist. CargoLite hört die Beteiligten an und hebt die Pause auf, sobald der Grund entfällt, eine gemeinsame Weisung vorliegt oder eine vollstreckbare Entscheidung beziehungsweise zwingende Anweisung vorgelegt wird.

6. Suche und Ranking

Die Reihenfolge geeigneter Dienstleister wird vor allem durch folgende Kriterien bestimmt: Übereinstimmung mit Transportkategorie und Fahrzeug, Einsatzgebiet und Entfernung, Verfügbarkeit, berechneter Preis, Verifizierungsstatus, Bewertungen, Zuverlässigkeits- und Antwortdaten sowie – bei neuen Profilen – eine begrenzte Chancengewichtung. Standardmäßig zählen Eignung und Verfügbarkeit stärker als Preis und Bewertung.

Nutzer können Ergebnisse nach Preis oder Bewertung sortieren. Bezahlte Hervorhebungen werden, falls sie später angeboten werden, klar als gesponsert gekennzeichnet und in diesen AGB erläutert. CargoLite bietet derzeit keine solche bezahlte Bevorzugung an.

7. Pflichten und verbotene Nutzung

Untersagt sind insbesondere falsche Identitäten oder Nachweise, nicht genehmigte oder nicht versicherte Transporte, rechtswidrige Güter, Schwarzarbeit, Umgehung vereinbarter Plattformgebühren, Manipulation von Bewertungen, Belästigung, Diskriminierung, Drohungen, Betrug, Schadsoftware sowie Inhalte, die Rechte Dritter verletzen.

Personenbezogene Daten anderer Nutzer dürfen nur zur Anbahnung und Durchführung des konkreten Transportvertrags verwendet und nicht ohne Rechtsgrundlage für Werbung, Datenhandel oder andere Zwecke weitergegeben werden.

8. Inhalte, Bewertungen und Nutzungsrechte

Nutzer bleiben für eigene Texte, Bilder, Dokumente und Bewertungen verantwortlich und müssen die erforderlichen Rechte besitzen. Sie räumen CargoLite für die Dauer des Plattformvertrags ein einfaches, unentgeltliches Recht ein, die Inhalte technisch zu speichern, darzustellen und zu verarbeiten, soweit dies für Betrieb, Vermittlung, Sicherheit und Rechtsdurchsetzung erforderlich ist.

Bewertungen müssen auf einem tatsächlich angebahnten oder ausgeführten Auftrag beruhen, sachlich und wahrheitsgemäß sein. CargoLite darf rechtswidrige, nachweislich falsche, beleidigende, manipulierte oder sachfremde Inhalte ausblenden.

9. Prüfung, Einschränkung und Sperrung

CargoLite kann Inhalte entfernen, Funktionen beschränken, Aufträge stoppen, Auszahlungen pausieren lassen oder Konten vorübergehend beziehungsweise dauerhaft sperren, wenn ein Verstoß gegen Gesetz oder diese AGB vorliegt oder konkrete Tatsachen einen entsprechenden Verdacht begründen. Berücksichtigt werden Schwere, Häufigkeit, Gefahr für andere Nutzer und bisheriges Verhalten.

Betroffene erhalten grundsätzlich eine nachvollziehbare Begründung und eine Möglichkeit zur Stellungnahme. Bei einer vollständigen Beendigung eines gewerblichen Dienstleisterkontos informiert CargoLite grundsätzlich mindestens 30 Tage vorher. Die Frist entfällt, wenn eine gesetzliche oder behördliche Pflicht, ein zwingender Grund, eine unmittelbare Gefahr, Betrug oder ein wiederholter Verstoß sofortiges Handeln erfordert.

Moderationsentscheidungen können über ismail.cargolite@gmail.com angefochten werden. Einzelheiten stehen unter Konflikte & Sicherheit.

10. Konflikte zwischen Kunde und Dienstleister

Die Parteien sollen Beanstandungen zunächst im CargoLite-Chat dokumentieren und eine direkte Lösung versuchen. CargoLite kann Nachrichten, Fotos, Statusdaten und Zahlungsinformationen sichern, Stellungnahmen einholen, Kontaktdaten im rechtlich zulässigen Umfang übermitteln und eine freiwillige Lösung anregen.

CargoLite ist weder Schiedsgericht noch Sachverständiger und trifft keine bindende Entscheidung über Schadensersatz, Frachtführerhaftung, Mängel, Vertragsstrafen oder Rücktritt. Gesetzliche Ansprüche und der Rechtsweg bleiben unberührt.

11. Haftung von CargoLite

CargoLite haftet für eigene Plattformpflichten nach den gesetzlichen Vorschriften bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie uneingeschränkt bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen, übernommenen Garantien und zwingender gesetzlicher Haftung.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. CargoLite haftet nicht für Pflichtverletzungen aus dem Transportvertrag, Handlungen unabhängiger Nutzer oder die Richtigkeit nutzergenerierter Angaben, soweit CargoLite keine eigene gesetzliche Pflicht verletzt.

12. Laufzeit, Kündigung und Datenzugang

Der Plattformvertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Nutzer können ihn jederzeit für die Zukunft kündigen; offene Aufträge, Gebühren, Auszahlungen, Beweis- und Aufbewahrungspflichten bleiben davon unberührt. CargoLite kann ordentlich mit angemessener Frist kündigen und aus wichtigem Grund fristlos beenden.

Dienstleister können während der Vertragslaufzeit auf ihre Profil-, Auftrags-, Angebots- und Abrechnungsdaten zugreifen. Nach Vertragsende wird ein angemessener Datenexport ermöglicht, soweit keine Rechte Dritter, Sicherheitsinteressen oder gesetzlichen Pflichten entgegenstehen.

13. Änderungen dieser AGB

Wesentliche Änderungen werden Nutzern in Textform mindestens 15 Tage vor ihrem Inkrafttreten mitgeteilt; für gewerbliche Nutzer gilt eine längere Frist, wenn technische oder geschäftliche Anpassungen dies erfordern. Kürzere Fristen sind nur bei gesetzlichen, behördlichen oder dringenden Sicherheitsgründen zulässig. Nutzer können vor Inkrafttreten kündigen.

14. Recht, Streitbeilegung und Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem ein Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt. Für Kaufleute und juristische Personen ist – soweit zulässig – der Sitz von CargoLite Gerichtsstand.

CargoLite ist nicht bereit oder verpflichtet, an einem Verbraucherstreitbeilegungsverfahren nach dem VSBG teilzunehmen. Die frühere EU-OS-Plattform wurde 2025 eingestellt. Rechte auf interne Beschwerde und gegebenenfalls außergerichtliche Streitbeilegung nach dem Digital Services Act bleiben unberührt.

Datenschutzinformationen stehen in der Datenschutzerklärung. Für Verbraucherinformationen zum Plattformvertrag siehe Widerrufsbelehrung.

Gültig ab 27. Juli 2026.

Version 1.0 · Stand: 27. Juli 2026